Unser Logo - eine Einladung

Durch die Renovierung des Foyers der Kirche mitsamt der drei markanten Türen, ist das Eingangsportal der Westseite unserer Kirche ein Blickfang geworden: offen, transparent, einladend.

Das Logo greift in elementarer Weise diesen Gedanken auf: "Schauen Sie rein, treten Sie ein – hier geht’s rein, hier sind Sie willkommen."

Zum Bild: Eingangstüren Evang. Kirche Harthausen, Bild Thomas Streitberg / Streitberg Fotografie

 

zwischen Tür und Angel

 

Türen öffnen Räume.

Kirchentüren öffnen den Kirchenraum.

Kirchentüren öffnen im besten Falle sogar den Raum zur Begegnung mit Gott.

 

Dieser Gedanke findet sich auch in der Bibel.

 Jesus Christus spricht: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden.“Johannes 10,9

 Christus ist die Tür, die uns den Raum der Begegnung mit Gott eröffnet.

 

Ich freue mich über jeden, der am Sonntag eine der drei Türen in die Kirche durchschreitet, um mit der Gemeinde Gottesdienst zu feiern und Gott zu begegnen.

 

Auf eine Begegnung

zwischen Tür und Angel

freut sich

Pfr. Holger Hörnle

Filderstädter Bibeltage in Harthausen 18.-21.11.2018

Themenabende in der Evangelischen Kirche Harthausen mit Arno Backhaus und dem Improvisationstheater "Q-rage".

Filderstädter Bibeltage

Vom 18.11. bis zum 21.11.2018 gehen die Filderstädter Bibeltage im Ortsteil Harthausen an den Start. Mit Arno Backhaus und dem Improvisationstheater Q-rage werden hochkarätige Akteure erwartet.

Nach dem 500 jährigen Reformationsjubiläum im letzten Jahr und  zum Start der Veranstaltungsreihe "Filderstädter Bibeltage", wollen wir uns wieder oder vielleicht auch erstmals mit der Bibel beschäftigen. Eingeladen sind alle, die regelmäßig "ihre Bibel" lesen und für neue Anregungen im Umgang mit der Bibel dankbar sind. Eingeladen sind aber auch diejenigen, die sich schon lange nicht mehr an dieses "dicke Buch" herangewagt haben.

Weil Gottes Wort stets aktuell ist, gilt gerade heute: "Bibel" dir deine Meinung.

Die Evang. Kirche Harthausen wird in 2018 Gastgeberin der Bibeltage zwischen Volkstrauertag und Buß- und Bettag sein. Beim Abschlussgottesdienst, der in der Georgskirche in Bonlanden gefeiert wird, erfolgt die Stabübergabe an die Bonländer, die dann in 2019 ihre Tore für die Filderstädter Bibeltage öffnen.

Die Bibeltage können auch dazu beitragen, dass unsere Gemeinden zusammen wachsen und Begegnungen möglich sind. Und auch unsere Posaunenchöre können schon mal das Zusammenspiel proben.

Weitere Informationen siehe Flyer der Filderstädter Bibeltage

 

 

9. Harthäuser Männervesper am Di., 23.10.2018, 19.00 Uhr, im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus

Wieder wartet ein schmackhaftes Vesper und ein hochkarätiger Referent, Christoph Kögler, auf Sie - beim Männervesper im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus. Thema wird sein: "Männer@industrie4.0" - welche Herausforderungen stellt die Zukunft der Industrie an uns?

Wir laden Sie herzlich ein, mit dabei zu sein.

29./30.09. Fest der Kirchengemeinde: "Was mich bewegt"

Die Idee wurde auf einem Klausurwandertag des Kirchengemeinderats geboren: „Ein Fest der Kirchengemeinde rund um die Kirche“ soll es werden – das klingt besser wie: Gemeindefest 2.0.

Aber was machen wir bei schlechtem Wetter? Schlechtes Wetter gibt es nicht – vorausgesetzt man hat ein Zelt. „Man“ hat kein Zelt, aber Klaus Arnold. Das wird am 29. September just in time aufgebaut.

Für die kleinen Kinder gibt es kein Zelt, die bekommen gleich eine ganze Burg zum Hüpfen. Wer hat schon eine Hüpfburg? Keiner, aber Harry Riedmüller kann eine organisieren.

Die schönsten Plätze sind am Nachmittag dann aber unter freiem Himmel, den mussten wir noch nicht mal aufbauen. Tolles Wetter – ein Geschenk des Himmels.

1000 Dank!! Für Ihre großartigen Kuchen zum Gemeindefest – also unsere Frauen kriegen´s echt gebacken. Die Konfis versuchen es an den Crêpes-Platten. Viermal muss Esther Knecht Teig nachmachen. Der schwäbische Krautburger mit Pulled Pork gefüllt - vom Team des Männervespers zubereitet – ist der Renner und kulinarische Höhepunkt des Festes in und vor dem Harthäuser Gotteshaus.

Die Aichtalstraße wurde zur Spielstraße mit nur einer einzigen Straßenverkehrsordnung: Fair Play. Ob beim Mega-Tischkicker mit echten Spielern, ob auf der Hüpfburg oder am Basteltisch für Wurfbecher, die von Erzieherinnen des Evang. Paul-Gerhardt-Kindergartens angeboten wurden, alle hatten großen Spaß.

Die Herren-Tischkicker ohne Tisch und ohne Ball. Aber keine Sorge, der Ball ist wieder aufgetaucht und das Spiel konnte fortgesetzt werden. Roland Hartung war von Anfang an dabei und hat gewissenhaft den Spielstand mit gezählt. 25 zu 23.

Patrick Schmitt sortiert die Clips und Folien für die ersten Harthäuser Filmfestspiele. 8 Kurzfilme wurden zum Thema: „Was mich bewegt“ gedreht. Hinter jedem kleinen Film steckte eine große Idee. Wir stellen die Filme auf die Homepage unter www.ekg-harthausen.de / Bilder&mehr / Fest der Kirchengemeinde. Gewinner der ersten Festspiele wurde der Jugendkreis Fresh. Gutes Drehbuch, perfekter Schnitt, groovige Musik! Wir gratulieren.

Gleich zweimal waren die Fisherman´s Band mit Lobpreisliedern zu hören. Hier gestalten sie den Lobpreisteil im Gottesdienst, der um 11.00 Uhr begann, was der langen Filmnacht geschuldet war. In dieser waren zwei ziemlich aktuelle Filme zu sehen: „Wunder“ und „Dieses bescheuerte Herz“.

 

Fazit: das Fest der Kirchengemeinde war eine runde Sache rund um die Kirche. Über den regen Besuch und die aktive Mitarbeit habe ich mich sehr gefreut.

Das war für mich das Bewegenste rund um ein bewegtes Fest unserer Kirchengemeinde.

Ihr Pfarrer Hörnle

Fest der Kirchengemeinde!

Am 29. und 30. September feiern wir unser Gemeindefest im neuen Format.

Bewegt soll es zugehen, entsprechend dem Motto des Gemeindefestes: "Was mich bewegt".

Zum Programm...

 

 

 

Rund um die evangelische Kirche wollen wir einen Raum zur Begegnung und Unterhaltung schaffen.


Beginnen wollen wir am Samstag, 29.9.2018 ab 15.00 mit Kaffee und Kuchen auf dem Vorplatz und im Foyer der renovierten Kirche.

Am Abend gibst es bewegte Unterhaltung mit Filmen und Musik.

 

 

Samstag, 29.09.2018

 

15.00 Uhr Kaffee und Kuchen

Vorplatz und Foyer der Kirche

 

16.00 Uhr Spielstraße - Angebote für Kinder

verkehrsberuhigte Zone an der Kirche  

 

17.00 Uhr Schwäbische Burger und weitere Leckereien

kulinarisch neue Wege gehen

 

18.30 Uhr "Film-Fest-Spiele"

Kurzfilme und Clips zum Thema: "Was mich bewegt"

mit Preisverleihung und rotem Teppich

 

19.45 Uhr erster Film "Wunder"

mit Kinoatmosphäre und Popcorn in der Kirche

 

22.00 Uhr zweiter Film "Dieses bescheuerte Herz"

mit Kinoatmosphäre und Popcorn in der Kirche

 

23.45 Uhr offener Ausklang

mit Musik und Licht

 

 

 

Sonntag, 30.09.2018

 

11.00 Uhr Langschläfer-Gottesdienst in der Kirche

mit Band und Themenpredigt zum Film "Wunder"

 

12.00 Uhr Kirchenkaffee

Ständerling im Anschluss an den Gottesdienst

Frauenkreis

Wir sind eine Gruppe von ungefähr 13 Frauen (über 50 Jahre) und treffen uns 1 x im Monat im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus, montags um 15.00 Uhr. Wir lesen den Bibeltext, der für den folgenden Sonntagsgottesdienst vorgesehen ist.
Wir haben Bibeln in Großschrift.
Neben der Bibelarbeit besuchen wir auch mal Ausstellungen, gehen in Museen usw.

Ansprechpartnerin
Ute Alber
Telefon 07158/ 5955

Nach dem Sommerferien startet die Kinderkirche - wir freuen uns auf euch!

Unser Team für die Kinderkirche bereitet jeden Sonntag einen Kindergottesdienst für Kinder ab dem 5 Lebensjahr vor.

Wir freuen uns, wenn du mit dabei bist und heißen dich herzlich willkommen.

Jeden Sonntag, außer in den Schulferien. Wir beginnen um 10.00 Uhr in der evangelischen Kirche.

BRASS ORANGE am 12.8.2018 ev. Kirche Filderstadt-Harthausen

freuen Sie sich auf grenzenlose Blechbläserklänge mit dem innovativen Blechbläsersextett BRASS ORANGE

 

 

 

 

 

Sechs Musiker auf mindestens 13 Instrumenten verändern den Klangraum mit gewohnt

eigenen Interpretationen der Musikliteratur von B wie Bach bis R wie Rutter.

Musikalische Delikatessen, solistische Stilblüten sind garantiert_ natürlich mit

viel Vitamin C ganz im Sinne von BRASS ORANGE:

with a fine taste of juicy music.

Herzliche Einladung zum Konzert von Brass Orange im Rahmen des Filderstädter Orgelsommer am Sonntag, 12.08.2018 um 19.00 Uhr in der evangelischen Kirche in Filderstadt-Harthausen. 

 

 

Gottesdienst mit musikalischen Beiträgen der Sängerlust Harthausen - Sonntag, 15.7.2018

Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr in der evangelischen Kirche in Harthausen, freundliche Einladung!

 

 

 

Tauferinnerung und Sommerfest vom Paul-Gerhardt-Kindergarten - Sonntag, 8.7.2018

Herzliche Einladung zum Familien-Gottesdienst, bei dem die Erinnerung an die Taufe im Zentrum steht. Alle Kinder sind eingeladen, die ...

... vor 4 Jahren in unserer evang. Kirche in Harthausen getauft worden sind. Aber noch besser ist es, wenn alle mit feiern und sich an ihre Taufe erinnener lassen und wieder neu ins Staunen kommen: Wir sind Gottes Kinder!

Gerne dürfen alle Kinder ihre Taufkerze mit zum Gottesdienst bringen.

Sonntag, 8.7.2018, 10.00 Uhr

Wir feiern den Gottesdienst im Paul-Gerhardt-Kindergarten.

Bei Regenwetter sind wir in der evang. Kirche Harthausen.

Im Anschluss findet das Sommerfest im Kindergarten statt. Auch dazu sind alle herzlich eingeladen.

Vorstellung der neuen Konfirmanden - Sonntag, 24.6.2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst, in dem sich unsere neuen Konfirmanden vorstellen und ihre Konfirmandenbibel erhalten.

Nach den Pfingstferien startet die neue Konfirmandengruppe.

Sie wollen die Gemeinde entdecken und bei uns willkommen geheißen werden.

Schön, wenn wir mit ihnen den Gottesdienst feiern und so unserer Gemeinde ein "Gesicht" geben.

Und das Konfiteam ist auch mit am Start.

Wir sagen schon mal allen: Herzlich willkommen.

Wann? am 24.6.2018

Wo? In deiner evang. Kirche Harthausen

Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr

und das Musikteam sorgt für den richtigen Sound.

Weitere Informationen zu den Konfirmanden und dem neuen Kurs finden Sie unter: Angebote, Konfirmanden

18.06.2018 Start der ersten Nordic Walking Gruppe der Kirchengemeinde. Alle können mit machen - mit oder ohne Stöcke

Ein bewegter Start in die neue Woche. Einladung an Jedefrau und Jedermann, beim Wordic Walking mit dabei zu sein.

Marktplatzfest am Sonntag, 10.6.2018

Herzliche Einladung zum ökumenischen Gottesdienst beim 19. Harthäuser Marktplatzfest...

der Posaunenchor der evang. Kirchengemeinde wirkt mit.

Diakon Uwe Renz und Pfr. Holger Hörnle gestalten den ökumenischen Gottesdienst.

Sonntag, 10.6.2018, 10.30 Uhr, Marktplatz Harthausen

 

 

Christi Himmelfahrt

Herzliche Einladung zum ökumenischen Gottesdienst bei den 7 Linden...

Ökumenischer Gottesdienst

an Christi Himmelfahrt

Zum Thema: "Wo sind die Quellen deiner Freude?"

 

Donnerstag, 10. 5. 2018, 10.30 Uhr bei den Sieben Linden zwischen Grötzingen und Harthausen

 

Katholische Kirchengemeinde Grötzingen-Harthausen

Evangelische Kirchengemeinden Harthausen, Grötzingen, Aich-Neuhausen

 

bei ungünstiger Witterung findet der Gottesdienst in der Katholischen Kirche in Grötzingen statt.

Infos und Mitfahrgelegenheit: in allen Pfarrämtern

 

 

6. Mai 2018 / Ökumenischer Gottesdienst beim OGV

Herzliche Einladung zum ökumenischen Gottesdienst im Lehrgarten vom Obst- und Gartenverein Harthausen im der Esslinger Straße am Sonntag, 6. Mai. 2108, 10.30 Uhr

Feiern Sie mit uns den ökumenischen Gottesdienst im Grünen.

Es wirken mit: der Posaunenchor und der Kinderchor "Rasselbande".

Den Gottesdienst gestalten Diakon Uwe Renz und Pfr. Holger Hörnle.

Konfirmation

Feiern Sie mit unseren Konfirmanden das Fest der Konfirmation! Denn es gilt: miteinander stark und fest im Glauben zu werden.

Konfirmation am 22.4.2018

Konfirmations-Gruppenbild von Steve-O-GraPhICs www.Steve-o-GraPhICs.de

Konfirmation am 29.4.2018

Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden freuen sich, wenn Sie die Konfirmation mit feiern.

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist!

Sonntag, 22.04.2018 und 29.04.2018 jeweils 10.00 Uhr Evang. Kirche Harthausen.

Ostern - Gott gibt neues Leben

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten an Ostern!

Ostern 2018 am 1. und 2. April - wir feiern die Auferstehung Jesu und das neue Leben, das Gott schenkt

Ostersonntag:

08.30 Uhr Auferstehungsfeier auf dem Friedhof, Aussegnungshalle. Der Posaunenchor wirkt mit.

10.00 Uhr Festgottesdienst zum Ostersonntag, Ev. Kirche. Der Posaunenchor wirkt mit.

 

Ostermontag:

10.00 Uhr Gottesdienst zum Ostermontag mit integriertem Frühstück, Paul-Gerhardt-Gemeindehaus.

 

 

Weltgebetstag

Herzliche Einladung zum Weltgebetstag, von Frauen vorbereitet - aber alle sind zum Mitfeiern eingeladen

Immer am ersten Freitag im März: Weltgebetstag

Passionszeit

Herzliche Einladung zu Veranstaltungen in der Passionszeit!

In der Passionszeit erinnern wir uns an Jesu Leidensweg. Weil er gelitten hat, kann er uns in unserem Leid nahe sein.

Die Passionszeit beginnt mit dem Sonntag nach dem Aschermittwoch.

Es folgen sechs Sonntage der Passionszeit. Sie tragen die Namen:

Invokavit / Reminiszere / Okuli / Lätare / Judika / Palmarum

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche.

Wir laden ein zu Passionsandachten in der evang. Kirche in der Karwoche:

Montag, Dienstag, Mittwoch um 19.30 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl am Gründonnerstag, 19.30 Uhr

Karfreitag bildet den Höhepunkt und Anschluss der Passionszeit.

Der Gottesdienst am Karfreitag wird vom Projektchor mitgestalte, auch das Abendmahl wird gefeiert, 10.00 Uhr in der evang. Kirche.

Die Karwoche im Überblick:

Sonntag, 25.4.Gottesdienst am Palmsonntag10.00 UhrEvang. Kirche
Montag, 26.4.Passionsandacht19.30 UhrEvang. Kirche
Dienstag, 27.4.Passionsandacht19.30 UhrEvang. Kirche
Mittwoch, 28.4.Passionsandacht19.30 UhrEvang. Kirche
Donnerstag, 29.4.

Gottesdienst am Gründonnerstag

mit Abendmahl

19.30 UhrEvang. Kirche
Freitag, 30.40.

Gottesdienst am Karfreitag

mit Projektchor und Abendmahl

10.00 UhrEvang. Kirche

 

 

 

8. Harthäuser Männervesper mit Detlef Krause zum Thema: "Hoffnungshäuser"

29.01. - 02.02.2018 Glaubenskurs in Filderstadt

gesehen. gehört. gesegnet. einfach evangelisch

Ein elementarer Kompaktkurs zu Gebet und Segen.

 

Möchten Sie Ihre Gebets- und Segenserfahrungen vertiefen oder besser verstehen, warum Gott mit uns Menschen manchmal so handelt, wie er das tut? Im Mittelpunkt des Kompaktkurses steht die zentrale Lebensäußerung unseres Glaubens: das Gebet.

Der Abend in Harthausen findet im Vereinshaus der LKG, Martin-Luther-Weg 2," statt!

Allianzgebetswoche 2018

Einladung zu den Allianzgebetsabenden im Vereinshaus der Landeskirchlichen Gemeinschaft und im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus.

Programm für Harthausen und Filderstadt

Jahreslosung 2018

 

 

  • add Auslegung Jahreslosung 2018

Adventsfrühstück 2017

Wir laden Sie ein, mit uns die Adventsandachten zu erleben...

Jeweils Donnertags am 7.12. / 14.12. / 21.12. um 6.00 Uhr in der Evangelischen Kirche Harthausen.

Ruhe, bevor der Alltag beginnt, Innehalten und einen Impuls mitnehmen, Lieder singen, beten, ein leckeres Frühstück genießen, beim Frühstücken Gemeinschaft erleben.

Adventsbasar

9.12.2017 Adventsbasar vor der Kirche

mit Adventsliedersingen zur Begleitung des Posaunenchors

Einmaliger feiner Weihnachtsstand zugunsten der Kirchenrenovierung.

 

Herzliche Einladung!

am Samstag, 9. Dezember 2017

von 15.00 - 18.00 Uhr, Evang. Kirche

für das leibliche Wohl ist gesorgt!

 

Der Markt wird je nach Witterung vor oder in der Kirche statt finden, ab 17.00 Uhr findet das

traditionelle Singen am Weihnachtsbaum mit dem Posaunenchor statt.

Singen und verweilen Sie mit uns!

Unsere Weihnachtsstände bieten Ihnen Geschenkideen aus und für die Küche, wie Kräutersalz, Marmelade, weihnachtliche Geschirrhandtücher mit passenden Topflappen, wunderschöne Standengel aus Holz, Untersetzer aus Naturfilz, Schlüsselanhänge, Sterne, Engel, Lichterketten und vieles mehr.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

31.10.2017 Ökumenischer Gottesdienst zum 500jährigen Reformationsjubiläum

ökumenischer Reformations-Chor unter der Leitung von Ute Wille bei der Generalprobe

  • add Die gemeinsame Predigt von Diakon Uwe Renz und Pfarrer Holger Hörnle

    Die gemeinsame Predigt von Diakon Uwe Renz und Pfarrer Holger Hörnle

    Pfr. Hörnle: Liebe Schwestern und Brüder in Christus! In unserer neu renovierten Kirche hat sich eine Menge geändert. Aber das Zentrum ist gleich geblieben: Jesus Christus. Ja, er ist durch die Neugestaltung vom Altarbereich wieder in den Blickpunkt gerückt. Unverändert ist das Sgraffito hinter mir. In der Bildmitte steht der Weinstock mit seinen Reben. Einen solchen Weinstock vor Augen spricht Christus im Evangelium nach Johannes:

    Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner… Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. (Johannes 15,1-5)

    Liebe Gemeinde: am heutigen Reformationstag feiern wir ganz bewusst ein Christusfest, denn Christus verbindet. Beinahe 500 Jahre haben die beiden großen Konfessionen darauf geschaut, was sie trennt. Jetzt ist es Zeit darauf zu schauen, was uns verbindet. Christus verbindet uns, der Glaube an ihn eint uns. Wie die Reben vom Weinstock Kraft uns Saft hat, so haben wir vom Christus Hoffnung und Liebe. 

    Martin Luther und die Reformatoren sahen ihre Aufgabe darin, Christus als den zu verkündigen, von dem wir schlechthin abhängig sind.

    Zwei Bilder werden uns dafür heute vor Augen gestellt: einmal ist es das Bild vom Leib, das der Apostel Paulus für seine Gemeinde in Korinth verwendet. In der Schriftlesung haben wir davon gehört.

    Es ist ein Leib, zu dem wir in Christus zusammengefügt sind. Der Leib hat viele Glieder, aber alle gehören zusammen. Alle sind gleichwertig. Und es ist ein Weinstock, der viele Reben hervorbringt. Als Reben gehören wir alle zum selben Weinstock.

    Im Pfarrgarten ist gleich am Lattenzaun ein schöner Weinstock, der in diesem Jahr – dank der fachmännischen Pflege von Herrn Kurrle – besonders prächtige Trauen getragen hat, gerade so, als ob er wüsste, dass wir heute vom Weinstock reden.

    Wenn Sie an diesem Weinstock vorbeikommen und es hängen reife Früchte dran, dann bedienen Sie sich. Schmecken Sie das Armon der Beeren und dann erinnern Sie sich daran, dass auch unser Leben –  wenn wir in Christus bleiben – Frucht tragen wird.

    Und denken Sie daran, was uns als Christen miteinander verbindet: Christus der Weinstock, wir seine Reben.

    Heute gibt es einen Kanzeltausch der besonderen Art. Jede Konfession hat etwas zu sagen und zur Einheit in Christus bei zu tragen.

     

    Diakon Renz: Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, Mit-Reben am Weinstock Jesus Christus,

    „Jesus verkündete das Reich Gottes, und gekommen ist die Kirche“, so, fast etwas zynisch hat der 1940 gestorbene französische Theologe Alfred Loisy den Finger auf eine bleibende Wunde gelegt. Dabei hat er mit seinem Bonmot noch nicht einmal alles gesagt: Schließlich entstand ja nicht nur eine Kirche, sondern viele sind es geworden, die sich auch noch bis heute gegenseitig beharken - obwohl sie sich doch auf den gleichen Herrn berufen und von ihm den Auftrag haben, eins zu sein. Trennungen und Spaltungen bleiben also Wunden der Christenheit, ständiger Stein des Anstoßes, Skandal. Ökumene, im Wortsinn „das christliche Haus gemeinsam zu bewohnen“, ist also nicht unserer jeweiligen persönlichen Neigung überlassen. Ökumene bleibt Christenpflicht.

     

    Der einzige, der uns Christen unterschiedlicher Traditionen, Profile und Mentalitäten zur Raison rufen kann, ist Christus selbst. Das Gleichnis von ihm als Weinstock und uns als den daran hängenden Reben, so meine ich, kann als Hausordnung beim christlichen Zusammenleben helfen. Es ist ja auch ein vitales Bild, nicht nur für Weinliebhaber. Da strömt Leben von der Wurzel bis in die äußersten Gefäße, jede Frucht am Stock ist ein Einzelstück und doch Teil des gesamten Organismus. Und wenn wir schon in diesem Bild vom Weinstock bleiben, dann muss man ja auch fragen: Von welcher Rebsorte ist er denn? Welche Farbe hat der Wein, den er hervorbringt, welchen Geschmack, welche Süße, Säure? Riecht und schmeckt er eher flach oder hat er einen starken Auftritt?

     

    Wenn Christus der Weinstock ist, dann muss die Antwort ganz eindeutig lauten: Von seinen Reben kommt der Geschmack des Lebens, das liebevolle und barmherzige Ja Gottes zu den Menschen, und ganz besonders das Ja zu den schwachen, kranken, armen und an den Rand gedrängten Menschen. Sie hat Jesus Christus vor allem im Blick gehabt, wenn er das Reich Gottes verkündete, das schon unter uns sei und wahrgenommen werden will.

     

    Wenn das keinen Appetit macht, als Rebe am Weinstock Christus zu bleiben und immer wieder neu zu fragen: Ist es der Lebenssaft Christi, der mich durchströmt, oder sind es andere Kräfte, die mich vom Leben wegtreiben wollen? Vielleicht Egoismus, Habsucht, Geiz, Hass statt Nächstenliebe, Hingabe, Barmherzigkeit und Versöhnungsbereitschaft.

     

    Liebe Christinnen und Christen, immer wieder neu über den eigenen Schatten zu springen, um bei meinen Nächsten anzukommen, das, so meine ich, können wir von Jesus selber lernen und uns so auch von konfessionalistischer Eigenbrötelei und religiös verbrämter Bürgerideologie bewahren lassen. Um seine Botschaft vom Reich Gottes so richtig begreiflich zu machen, hat Jesus ja selber systematisch verbürgerlichte Grenzen gesprengt und vermeintlich unumstößliche Tabus gebrochen: Er hat gegen alle Konvention Tote berührt und erweckt, Gelähmte am Sabbat aufgerichtet oder Aussätzige durch seine Nähe in die menschliche Gemeinschaft zurückgeholt.

     

    Das Reich Gottes, wie Jesus es verkündet hat, es lockt mit Leben, Freude und Gerechtigkeit. Lassen wir uns davon anstecken, als Reben am Leben und Freude spendenden Weinstock. Dazu dürfen wir ruhig die Mundwinkel in Richtung Ohren bewegen. Lassen wir dazu an diesem Reformationstag wiederum Martin Luther zu Wort kommen. Er sagte einmal: „Es vermag kein Mensch eitel Trauern zu ertragen, denn es saugt Saft und Kraft aus dem Körper ……. Das Fröhlichsein ist eine Pflicht, die sonderlich dem Christen zukommt.“ Dieses zuversichtlich freie Fröhlichsein aus der Wurzeltiefe des Reich-Gottes-Glaubens möge Ihnen, liebe Mitchristen, an diesem Christusfest heute und an ganz vielen Tagen Ihres Lebens gelingen. Amen.

31.10.2107 Einweihung Foyer

Architekt Oliver Fischer und Vorsitzender des Kirchengemeinderats Walter Armbruster bei der Einweihung vom Foyer

 

  • add Ansprache von Pfr. Hörnle

    Sehr verehrte, liebe Gäste!

    Im doppelten Sinne feiern wir heute in Harthausen die „Erneuerung unserer Kirche“.

    Vor 500 Jahren begann mit dem Anschlag der 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg für Martin Luther und seien Mitstreiter die Reformation – sprich die Erneuerung der Kirche, damals eine lebensgefährliche und lebenslange Aufgabe.

    Nicht so bei der Erneuerung unserer Kirche in Harthausen. Da hat zu keiner Zeit Lebensgefahr bestanden. Und die Erneuerung unserer Harthäuser Kirche war auch keine lebenslange Aufgabe. Der Kirchengemeinderat hat mit ersten Überlegungen zum Umbau des Foyer 2015 begonnen. Ein gutes Jahr hat die Stellungnahme unserer Landeskirche dann aber doch gedauert bis klar war: Stuttgart unterstützt uns bei der Reformation unserer Kirche – also bei deren Renovierung.

    Hoch motiviert und unter der fachmännischen Leitung vom Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Walter Armbruster, wurde Ende Januar diesen Jahres mit der Erneuerung der Kirche begonnen. Mancher hatte da zunächst die Befürchtung: die erneuern nicht, die reißen ja nur ab. Aber auch da gibt es eine Parallele zu Luthers Reformation.

     

    Ein doppelter Dank liegt mir am Herzen:

    Dank allen, die mit viel Herzblut das Projekt mitgetragen haben und uns ermutigt haben. Eine Aussage, die mir hängen geblieben ist: Ihr seid auf dem richtigen Weg, in die Kirche muss Licht rein. Für Licht ist nun gesorgt. Reichlich Tageslicht und modernstes LED-Licht. Für das Leben in unserer Kirche können wir alle mit beitragen.

    Dank an die Spender, die unser Projekt finanziell mitgetragen haben. Durch Spenden, durch den Erlös vom Adventsbasar, durch kostenlos zu Verfügung gestelltes Baumaterial, durch Eigenleistung und vieles mehr.

29.10.2017 Gottesdienste in neuer Atmosphäre - die renovierte Kirche

Das neue Portal

Bilder von Thomas Streitberg / Streitberg Fotografie

7. Harthäuser Männervesper

01.10.2017 Erntedank

Erntedankgottesdienst, der vom Paul-Gerhardt-Kindergarten mitgestaltet wird.

Kirchenrenovierung - Fliegende Bänke

Die Kirchenbänke werden wieder in die Kirche gebracht, denn da gehören sie hin.

Drei Bänke ziehen jedoch von unten nach oben.

Was nicht passt wird passend gemacht.

17.09. Ordination von Pfr. Daniel Mangel durch Dekan Michael Karwounopoulos in Zainingen

Neues Portal - ein wichtiger Teil der Renovierungsmaßnahmen

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

Den ersten Eindruck macht das Portal mit seinen Türen auf den Besucher.

Wer bei uns vor der Kirche steht soll sehen, dass er hier willkommen ist und nicht vor "verschlossener" Tür steht.   

Die alten Türen haben ausgedient.

Durch die neuen Türen soll Licht und Transparenz ins Foyer kommen.

17.09.2017 Gottesdienst an der Aich

Einweihung des zweiten ökumenischen Wegzeichens "Bei dir Gott ist die Quelle" an der Aich zwischen Aich und Neuenhaus. Herzliche Einladung, den Ort bei einem Spaziergang zu entdecken.

15.9.2017 Samuel Blutbacher beginnt seinen Dienst als Jugendreferent

Neuer Jugendreferent im EC

Mein Name ist Samuel Blutbacher, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Tauberbischofsheim.

Seit ich denken kann, verbrachte ich die meiste Zeit damit, Ballsportarten zu betreiben oder mit Freunden um die Häuser zu ziehen. Weil die mei­sten meiner Gedanken sich nur darum drehten, wie ich den anstehenden Tag füllen könnte, war ich mir, wie viele in meinem Alter, nicht darüber im Klaren, für welchen Beruf ich mich entscheiden oder nach welchen Maß­stäben eine solch wichtige Entscheidung überhaupt getroffen werden sollte. Ich war zwar gläubig, doch viele der Dinge, die ich mit dem Glauben an Gott verband, waren für mich nicht so attraktiv, wie der Sport oder meine Freunde. Trotzdem hatte ich immer eine Sehnsucht in mir, Gott und das, was er in Jesus Christus ge­tan hat, irgendwie besser erkennen zu können und selbst die Freude zu erleben, die ich bei einigen Christen in meinem Umfeld sah. Deshalb entschied ich mich, ein FSJ beim Südwestdeutschen EC – Verband zu machen, bei dem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Vordergrund stand. Dort durfte ich Gottes Wirken in meinem Leben und im Leben der Jugendlichen erleben. Gott veränderte in dieser Zeit meine Prioritäten. Meine Leidenschaft für ihn und diese Art von Arbeit wurden gestärkt. So führte er mich an den Punkt, an dem ich heute stehe. Im Sommer werde ich mein Theologisches Studium an der Interkulturellen Theologischen Akademie in Bad Liebenzell abschließen und meine Stelle als Jugendreferent hier in Harthausen antreten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin Gott sehr dankbar, dass er meinen Weg nach Harthausen geführt hat.

Liebe Grüße, Samuel Blutbacher.

Verbindung von Innenraum und Foyer

Eine große Pendeltür verbindet den Kirchenraum mit dem Foyer und lässt Licht einfluten. Die Bodenbeläge in der Kirche sind aufbereitet, ein Terrazzoboden mit Fußbodenheizung liegt  im Foyer.

Moderne LED-Leuchten bringen den Kirchenraum zur Geltung.

Neben der Elektrik ist auch die Lautsprecheranlage komplett erneuert.

09.09.2017 Abschied von Raikin und Uta Dürr

09.07.2017 Sommerfest des Kindergartens

Gottesdienst am Sommerfest des Kindergartens mit Einweihung des Tipi und dem Besuch eines echten Indianers.

Innenrenovierung der Kirche

Im Kirchenraum steht das Gerüst für die Installation der neuen Beleuchtung und für die Malerarbeiten bereit.

 

 

11.06.2017 Gottesdienst mit Reformationsausstellung

Ökumenischer Gottesdienst zum Marktplatzfest mit Reformationsausstellung.

30.04.2017 Konfirmation

Konfirmation in der St. Josef Kirche in Harthausen. Wir danken der Katholischen Kirchengemeinde, die uns mit offenen Armen aufgenommen hat.

Kirchenrenovierung: Vesper gut - alles gut

Die Stimmung unter den ehrenamtlichen Helfern ist gut. Die Arbeiten in Eigenleistung kommen zügig voran, das Vesper ist prima. Die Kirchengemeinderätinnen leisten vollen Einsatz und versorgen die Truppe.

Maßnahmen gegen den Baustaub

Der Einbau einer Staubtrennwand soll den Staub aus dem Kirchenschiff fern halten.

Kirchenrenovierung:Abbrucharbeiten

Die Wand zwischen Foyer und Kirchenraum wird abgebrochen, der Zugang zum WC wird erweitert, so dass es behindertengerecht wird.

Viele Hände, schnelles Ende

Abbruch und Abtransport vom Bauschutt, alles geht Hand in Hand.

6. Harthäuser Männervesper

05.02.2017 ab jetzt feiern wir die Gottesdienste im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus

Die Kirchengemeinde feiert ihre Gottesdienste nun im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus und an vielen anderen Orten - hier am Karfreitag und Ostern im Gemeindehaus.

Vorarbeiten für die Renovierung

Die Kirchenbänke werden in Sicherheit gebracht und ausgelagert.

Ab jetzt gibt es nur noch Stehplätze.

Deshalb feiern wir unsere Gottesdienste im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus.

29.01.2017 Rustikales Kirchenkaffee

Die Besenkammer des Foyers ist zurück gebaut, morgen ist noch einmal Gottesdienst mit Kirchenkaffee. Jetzt wird die Kirche zur Baustelle. Die Baugenehmigung der Stadt Filderstadt liegt vor. Der Finanzierungsplan steht.

Jahreslosung 2017

  • add Auslegung zur Jahreslosung 2017

    Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

    Hesekiel 36,26 (E)

    „Wie soll das denn gehen?“, frage ich mich. Weil ich weiß, wie schwer es fällt, schon kleine Gewohnheiten zu ändern. Erst recht, einen Neustart zu wagen in den kleinen und großen Bereichen meines Lebens: „Wenn wir nicht völlig umdenken, sieht die Zukunft für nachfolgende Generationen düster aus“, warnen uns besorgte Menschen in Kirche und Gesellschaft.

    „Sie kommen um eine Transplantation nicht herum“, muss die Ärztin dem Patienten mitteilen.
    „Unser Kind ist so widerspenstig!“, äußern verzweifelte Eltern.
    „Wenn möglich, bitte wenden“, tönt die Stimme aus meinem Navi. Ich bin wohl in falscher Richtung unterwegs.

    Deutliche Worte - allen gemein ist, dass sich zeitnah Grundlegendes ändern muss. Dass es sogar lebensnotwendig sein kann. Auch der Prophet Hesekiel hat im Auftrag Gottes klare Ansagen zu machen. Keine leichte Aufgabe! Erst recht nicht, wenn er sie an Gottes Volk richten soll, an Leute „mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen“. (Hesekiel 2, 4)

    Hesekiel stammt aus einer Priesterfamilie und gehört zu den ersten, die von Israel nach Babylon weggeführt wurden. Führende Persönlichkeiten suchen seinen Rat. Mit immer wieder neuen Bildern verkündigt er die ihm von Gott aufgetragene Botschaft. Das Volk Israel will diese Worte nicht hören und lehnt sich gegen den Propheten auf. Da hinein macht Gott sein Angebot:
    „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

    Von sich aus wird Gottes Volk es nicht schaffen, sein Volk zu sein: Ihn als seinen Gott zu erkennen. Das meint weit mehr, als seine Existenz nicht zu leugnen. Es geht um eine tiefe Beziehung, um ein Leben, das sich ganz auf sein Gegenüber einlässt und sich nach ihm ausrichtet. Gott schenkt seinem Volk das, was es für eine lebendige Beziehung braucht:
    „Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch“. (Hesekiel 11,19)

    Dieses Schöpfungshandeln nimmt Stefanie Bahlinger in ihrer Grafik in den Blick. Über ein dunkles, abgestorbenes Herz schiebt sich ein blutrotes, lebendiges Herz. Im Hintergrund entdecken wir eine Zielscheibe. Beide Herzen zielen darauf. Doch nur das rote trifft die goldene Mitte. Wer lässt sich schon gerne sagen, dass er am Ziel seines Lebens vorbeischießt? Ursache war zu Zeiten Hesekiels die Hartherzigkeit des Volkes Israel. Der Prophet geht noch weiter: In Gottes Augen ist das Volk lebendig tot. Doch er steht zu seiner Verheißung: „Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. … Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist. (Hes. 34, 14.16)

    Worte voller Hoffnung, die aber zugleich signalisieren, dass das Volk sich nicht selber retten kann.
    Heißt das, dass ich mich selbst aufgeben muss, um vor Gott bestehen zu können? Das ist in der Tat eine Provokation - wenn ein Leben mit Gott eine umfassende Erneuerung meines Denkens, Fühlens, meines ganzen Lebensstils zur Folge hat. Eine Zumutung in einer Zeit, in der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit als die erstrebenswerten Ziele gelten. Um im Bild der Künstlerin zu bleiben: Sünde ist Zielverfehlung. Sie trennt uns von Gott und von Menschen. Doch wir tun uns heute schwer, von Schuld oder gar Sünde zu reden. Umso größer ist unsere Sehnsucht nach Veränderung und Heilsein.
    In der goldenen Mitte der Zielscheibe sehen wir ein Kreuz. Das ist der heilsame Ort, an dem sich Himmel und Erde, Gott und Mensch begegnen. In Jesus kommt er mir ganz nah. Nichts kann ihn daran hindern, immer wieder einen Neuanfang mit mir zu wagen. Mit dem Kreuz legt Gott selber den Grundstein für meine Umkehr und Verwandlung. Mehr noch: für die Neuschöpfung.

    „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

    Leben Menschen, die das erkennen, fortan als Heilige? Sie leben als Heilige im Sinne von: sie gehören Gott, der sie heil macht von allem, was sie von ihm trennt.
    Wenn ich das erkenne, bleibt nicht alles beim Alten. Das rote Herz streckt sich dem Licht entgegen, wächst in ein neues Leben hinein und wird überstrahlt vom goldenen Streif am rechten Rand. Gold steht für das Ziel meines Glaubens: ewig in der unmittelbaren Gegenwart Gottes zu leben. Diese Hoffnung lässt es mich aushalten, dass ich meine Erkenntnis und meinen Glauben oft als vorläufig und bruchstückhaft empfinde. Der gute Hirte bringt auch mich immer wieder von falschen Wegen zurück und hin zum Ziel.
    Lasse ich mir ein neues Herz und seinen lebendigen Geist schenken - mit der Verheißung und dem Risiko, dass nichts so bleiben muss, wie es ist? Das Wagnis lohnt sich. Es kann mit einem Wort beginnen, dem ich meine Ohren und mein Herz öffne. Schon ein kleiner Stein zieht im Wasser weite Kreise. Wie auch die Linien um die goldene Mitte. Wenn ich mich darin verorte, erlebe ich Veränderung in den großen und kleinen Bereichen meines Lebens. Und darüber hinaus.

     

    Motiv: Stefanie Bahlinger

    Auslegungstext: Renate Karnstein

    Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de

    Die Auslegungstexte finden Sie unter: www.jahreslosung.eu

     

     

5. Harthäuser Männervesper

24. April 2016 / Konfirmation

17. April Konfirmation

4. Harthäuser Männervesper

Jahreslosung 2016

  • add 2016 Jahreslosung mit Auslegung

    Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

    Jesaja 66,13 (L)

    Das Schluchzen eines Kindes kann sich schnell in Lachen verwandeln, wenn es die Mutter oder der Vater tröstend in die Arme nimmt. Es atmet auf, kommt zur Ruhe und springt wieder fröhlich vom Arm. Dieses Bild habe ich vor Augen, wenn Gott seinem Volk Israel verspricht:
    Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

    Die Geschichte Gottes mit seinen Söhnen und Töchtern läuft alles andere als glatt. Sie gehen eigene Wege, verbünden sich mit Mächten, von denen sie mehr Hilfe erhoffen als von Gott. Aus ihrer Heimat in die Gefangenschaft weggeführt, fühlen sie sich von ihm verlassen und vergessen. Das hindert Gott nicht, an ihnen festzuhalten. In einem weiten Bogen entfalten die Prophetenworte in immer wieder neuen Bildern und Vergleichen Gottes Treue zu seinen Kindern. Sie gipfeln in der Zusage:

    „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ und in der Ankündigung des zukünftigen Heils für Jerusalem.

    Das ist eine Dimension von Trost, die ein „Alles wird gut“ übertrifft. Gott sieht die zerbrochenen Herzen und Hoffnungen. Er nimmt Elend und Scheitern seiner Kinder ernst und macht sie zu seiner eigenen Sache. Wie eine Mutter erbarmt er sich ihrer. – Dieser Vergleich ist einmalig und beschreibt eine besonders innige Seite Gottes, die weit über liebevolle Worte und Gesten hinausgeht:
    Trost ist ein umfassendes Geschehen. Zum einen befreiend: Getröstete bekommen wieder Luft zum Atmen. Zum anderen gibt Trost wieder Grund unter die Füße. Letztlich geht es um Fragen wie: Wer gibt mir Halt? Was trägt mich im Leben und im Sterben?

    Wie kann ich getrost leben - gehalten und frei?
    Getrost leben - mit festem Grund unter den Füßen und einem weiten Horizont?

    Beides finde ich in der Grafik von Stefanie Bahlinger. Zwei Kreise überschneiden sich: einer ist nach links unten, der andere nach rechts oben gerichtet. Ihre Schnittmenge, als goldene Ellipse hervorgehoben, ist leuchtende Mitte des ganzen Bildes. Sie liegt wie eine Diagonale zwischen zwei schemenhaften Figuren. Beide zusammen vergegenwärtigen Seiten von Gottes umfassendem Trost.

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    Die eine beugt sich nach links unten und umarmt eine große dunkle Fläche. Gott selber ist der Tröstende. Er sieht die lebensbedrohliche Not.
    Auch bei mir entdecke ich dunkle Ecken. Wenn ich meine, Gott kümmere sich nicht um mich. Jedenfalls nicht so, wie ich es für richtig halte. Wenn meine Ängste stärker sind als mein Vertrauen in Gottes Nähe. Wenn ich mir einbilde, alles im Griff zu haben und am besten zu wissen, wie die Dinge laufen sollen. Oder wenn ich mich meines Versagens und meiner Abgründe so schäme, dass ich mich am liebsten aus allen meinen Aufgaben zurückziehen möchte. All das wird umfangen von warmem, glühendem Rot. Es sieht aus wie ein „Backofen voller Liebe“, mit dem Martin Luther Gottes Zuwendung zu uns Menschen umschreibt.
    Die zweite, fast spiegelbildlich nach oben rechts gerichtete, Figur zeigt die andere Seite von Gottes Trost. Sie hat mehr Leichtigkeit. Gottes Trost befreit und entlässt in die Weite. Er heilt und erneuert die zerstörte Gemeinschaft mit seinem Volk und eröffnet ihm neue Perspektiven.
    Getröstete Menschen geraten in Bewegung. Innerlich und äußerlich. Die Flügel erinnern an den Heiligen Geist, oft als Taube dargestellt. Er ist der Tröster und wird als weibliche Seite Gottes gesehen.
    Die sich überschneidenden Kreise bilden als Ganzes ein Kreuz mit weichen Rundungen, die an eine Schwangere erinnern und so auf seine Leben spendende Kraft verweisen. Das dunkle Loch des Todes wird überstrahlt vom Gold der Verheißung. Jesus hat am Kreuz alle dunklen Mächte der Welt und in meinem Leben besiegt. Auch den Tod. Seine Auferstehung lässt mich hoffen, was bei Jesaja schon anklingt: „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen …“ und in der Offenbarung fortgeführt wird: „ …und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“
    Sind das nur Trostpflaster, die schlimme Erfahrungen und Verletzungen beim Volk Israel damals und bei mir heute nur überdecken? Vertröstungen, die mich in meinem Alltag nicht erreichen?

    Gott verspricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
    Wenn ich ihn beim Wort nehme, werden sich mir neue Horizonte auftun. Für mein eigenes Leben und für Menschen, die sich nach Trost sehnen. Wie die goldenen Punkte und Striche, die die Künstlerin über ihre Grafik verteilt, kann sich Trost ausbreiten im Hier und Jetzt. Ob ich noch ganz bei Trost bin? - Bestimmt nicht immer! Die goldene Ellipse, Zeichen für den umfassenden Trost Gottes, ist wie ein Auge: Gott sieht mich, auch wenn ich ihn in meiner Not vergesse. Und wie eine Kompassnadel, die mich immer wieder neu auf ihn hin ausrichtet. Damit ich erkenne: mit ihm bin ich ganz bei Trost.

    Motiv: Stefanie Bahlinger

    Texte: Renate Karnstein 

     

    Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de

    Die Auslegungstexte finden Sie unter: www.jahreslosung.eu

3. Harthäuser Männervesper

22. März 2015 Konfirmation

15. März 2015 Konfirmation

2. Harthäuser Männervesper mit Schlachtplatte

Jahreslosung 2015

  • add 2015 Jahreslosung mit Auslegung

    Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

    Römer 15,7 (L)

    Text von Renate Karnstein:

    Wo fühle ich mich wohl? - Da, wo ich sein kann, wie ich bin. Wo ich mich nicht verbiegen muss, um gemocht zu werden. Wo ich mit meinen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen ernstgenommen werde. Wo ich keine Angst haben muss, abgeschrieben oder ausgestoßen zu werden, wenn ich nicht so funktioniere, wie es von mir erwartet wird.

    Welche Orte fallen mir da ein? - Ist es meine Ehe, meine Familie, mein Arbeitsplatz? Sind es Freunde? Letztere kann ich mir bekanntlich aussuchen... – Ganz anderes hat Paulus im Blick, wenn er am Ende seines Briefes an die Christen in Rom schreibt:
    Nehmt einander an... Er richtet sich mit dieser Aufforderung an eine bunte Mischung von Christinnen und Christen, an solche mit heidnischen und jüdischen Wurzeln. Letztere sind wohl in der Minderheit. Unterschiedliche Meinungen über „den christlichen Lebensstil“ führen dazu, dass sie sich gegenseitig verunsichern und sich ein schlechtes Gewissen machen. Sie verachten und verurteilen einander. In den Köpfen und Herzen entsteht eine Aufteilung in Starke und Schwache im Glauben. Der Streit darüber droht die Gemeinde zu zerreißen...

    Lange her und doch so vertraut! Streit und Spaltung gehören seit jeher zur politischen Tagesordnung. Leider auch zu der in unseren Gemeinden und Kirchen. Sie könnten, so malt es Paulus den Konfliktparteien vor Augen, Orte der Freude und der Hoffnung sein, wo alle darauf bedacht sind, sich gegenseitig aufzubauen. Oasen der gegenseitigen Ermutigung und des Friedens...

    Alles nur ein frommer Wunsch? Heute fassen wir ihn in Begriffe wie Toleranz, Akzeptanz, Einheit in aller Verschiedenheit. Oft gefordert, selten konsequent umgesetzt. Jedenfalls leichter gesagt als getan.

    Annehmen meint zunächst Gottes konkretes Eingreifen in das Leben von Menschen: er zieht sie aus Gefahr und Verlassenheit zu sich und bietet ihnen einen Schutzraum an. Ganz stark kommt das in den Psalmen zum Ausdruck: „Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich und zog mich aus großen Wassern.“ (Ps. 18,17) So argumentiert Paulus: wie könnt ihr Leute unter euch verachten und aus eurer Gemeinschaft ausschließen, wenn Gott sie angenommen hat? Was maßt ihr euch an? Er ergänzt seine Aufforderung:
    Nehmt einander an,
    wie Christus euch angenommen hat.

    Christus, sein bedingungsloses Ja zu euch, seinen Kindern, ist euer Bindeglied!

    Keine gemeinsame Idee oder Aufgabe, keine Lehre und keine Kirche schaffen die Einheit, die Christus schafft.

    Keine passenden Artikel im VaB Sortiment …

    Die Künstlerin Stefanie Bahlinger stellt das in einem Flickenteppich dar. Stücke aus unterschiedlichem Material sind zusammengenäht. Es gibt Teile mit ähnlichen Farben und Mustern – jedoch gleicht keines dem anderen. Manche Stoffe wirken zart, fast durchscheinend, andere eher grob und fest. Die einen sind filigran gemustert, andere einfacher „gestrickt“. Abstrakte und verspielte Muster wechseln sich ab. So bunt kann und soll die Gemeinschaft von Christen aussehen. Das Reich Gottes ist keine Monokultur und übersteigt unseren begrenzten Horizont! Es gibt Felder mit aufgedruckten Worten in unterschiedlichen Sprachen und Schriften. Damit weitet die Künstlerin unseren Blick für die Gemeinschaft von Christinnen und Christen in aller Welt, die weltweite Ökumene. Längs- und Quernähte verbinden die einzelnen Elemente. Einige verlaufen schief und krumm. Trotzdem verbinden sie und erscheinen im Gesamtbild als Kreuze.

    Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat. Das ist mehr als Toleranz um ihrer selbst willen. Mehr als ein alle Unterschiedlichkeiten umspannendes Wirgefühl. Weil eben nicht alles gut wird, so sehr wir Menschen auch darum bemüht sind. Was uns von Gott und einander trennt, trug Jesus ans Kreuz. Er heilt uns und unser verletztes Miteinander. Da spielt es keine Rolle, wer die Starken und wer die Schwachen sind. Welche Tradition wir im Gepäck oder welchen „christlichen Stammbaum“ wir haben, wie lange wir schon im Glauben leben oder welche Sprache wir sprechen, welcher Kultur oder welchem Milieu wir angehören, wie alt wir sind, ob wir Mann oder Frau sind.

    Wie Christus euch angenommen hat. Immer wieder überraschend, oft Grund zur Empörung, mit wem Jesus Tischgemeinschaft hatte! Bei ihm gibt es keine geschlossene Gesellschaft. Jesus lädt ein in eine lebendige Gemeinschaft. Sie ist nichts Statisches, ein für allemal Gepachtetes, Fertiges. Die Enden des Flickenteppichs sind lose und offen mit vielen Anknüpfungspunkten. Kirche bleibt Stückwerk wie der Flickenteppich in der Grafik. Und trotzdem ist sie in den Augen Gottes von unschätzbarem Wert. Wie Christinnen und Christen leben, ist nicht egal oder beliebig. Auch nicht ihr Miteinander. Ihr Leben und Miteinander sollen nur einem dienen: dem Lob Gottes. Das verleiht ihnen eine Würde, an die nicht nur die Christen in Rom immer wieder erinnert werden müssen.

    Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Schwebt da etwa ein Heiligenschein über dem Flickenteppich? Oder geht er von ihm aus? Wir glänzen gerne mit wachsenden Gemeinden, phantasievollen Gottesdiensten, schönen Liturgien, anspruchsvoller Musik. Doch sie dienen nicht automatisch dem Lob Gottes. Wie wir miteinander umgehen, ob Christus die Nahtstelle zwischen uns ist, das macht echten „Glanz“ aus. Lob Gottes ist eine Lebensaufgabe, ein Lebensstil. Letztlich geht es darum, ob unser Leben und Miteinander über uns selbst hinausweisen auf den hin, der dem Flickenteppich den Glanz verleiht. Wir sind Teil von Gottes Herrlichkeit. Ihr Glanz liegt über dem Stückwerk unseres Lebens und Miteinanders.

    Der leuchtende Kreis erinnert auch an eine Lupe, die dazu einlädt, genauer hinzusehen. Unser Leben im Lichte Gottes zu betrachten, die Schönheit der einzelnen Stücke zu entdecken – und rechtzeitig zu merken, wo eine Naht zu reißen droht... Der leuchtende Kreis lädt dazu ein, anzuknüpfen, sich einzubringen, seinen Platz zu entdecken. Gemeinde Jesu kann so zu einem Ort werden, an dem ich mich wohl fühle. Weil ER den Flickenteppich zusammenhält.  

     

    Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de

    Die Auslegungstexte finden Sie unter: www.jahreslosung.eu

1. Harthäuser Männervesper mit Bierverkostung und Wurstsalat 21.10.2014

6. April 2014 Konfirmation

 

 

Amtseinführung von Anja Scheinder als Diakonin und Jugendreferentin in unserer Kirchengemeinde

Jahreslosung 2014

  • add Auslegung der Jahreslosung

    Gott nahe zu sein ist mein Glück.

    Psalm 73,28 (E)

    Auslegung zur Jahreslosung 2014 durch den Verlag am Birnbach, Text von Renate Karnstein:

    „Glück gehabt!“ sagen wir, wenn etwas gut ausgeht. Sei es, dass es bei einem Unfall nur Blechschaden gibt, wir entgegen unserer Befürchtungen die Prüfung bestehen, die Diagnose beim Arzt doch nicht so schlimm ist oder es einfach nicht regnet, wenn wir unseren Regenschirm vergessen haben. Eher selten bietet sich die Gelegenheit, es nach einem Lottogewinn auszurufen…
    Die vielen Glücksratgeber lassen darauf schließen, wie stark wir uns nach Glück sehnen. Dabei geht es um mehr als ein schnell dahingesagtes: „Glück gehabt“. Letztlich hat das Wort Glück etwas damit zu tun, wie etwas ausgeht. Glück ist also eine Dimension, deren Qualität sich erst im Nachhinein, vom Ende her gesehen, erweist.

    „Gott nahe zu sein ist mein Glück“, lesen wir im letzten Vers des 73. Psalms von einem, der sich heftig mit seiner im Moment keineswegs glücklichen Situation auseinandersetzt. Der Psalmbeter lässt uns an seinen zwiespältigen Gedanken teilhaben. Er gewährt uns einen Blick in sein angefochtenes Herz und nimmt uns hinein in eine erstaunliche Verwandlung. „Lauter Güte ist Gott für Israel, für alle Menschen mit reinem Herzen. Ich aber - fast wären meine Füße gestrauchelt, beinahe wäre ich gefallen“, beginnt er. Warum dieses „Ich aber...“ Für ihn ist es unerträglich, dass Menschen, die sich weder um Gott noch um ihre Mitmenschen scheren, das Glück scheinbar für sich gepachtet haben. Dass ausgerechnet diese „Gottfernen“ ein erfolgreiches Leben führen. „Mein Herz war verbittert, mir bohrte der Schmerz in den Nieren“, so sehr litt der Beter täglich unter der in seinen Augen ungerechten Situation. Fast hätte er darüber sein Vertrauen in Gottes Güte verloren und seine Treue zu ihm aufgekündigt. Was nützen ihm alle Anstrengungen, sich nach Gottes Geboten zu richten, sein Herz „rein zu halten“?
    Die, die sich über Gott erheben, werden nicht bestraft. Im Gegenteil: ihre Haltung und ihr Handeln sind auch noch von Erfolg gekrönt. Das nehmen sie wiederum zum Anlass, sich über Gott zu erheben und noch andere in ihren Bann zu ziehen. Sogar den Psalmbeter.

    Sind wir da nicht ganz nah bei uns heute? Scheinen in unserer Welt nicht diejenigen die Macht zu haben, die rücksichtslos nur ihre eigenen Interessen unter Einsatz menschenverachtender Mittel vorantreiben? Ohne Rücksicht auf die Schöpfung und Respekt vor dem Schöpfer suchen sie ihren eigenen Gewinn. Selbst in unserem persönlichen Umfeld haben wir oft den Eindruck: Der Ehrliche ist der Dumme. Wie gut kann ich da die quälenden Gedanken des Psalmbeters nachvollziehen. Er bleibt allerdings nicht darin stecken, weil er merkt: diese Grübeleien sind mir zu schwer, sie machen mich kaputt und bringen mich weg von Gott. – Er bricht aus dem Teufelskreis seiner Gedanken aus und tritt ein „ins Heiligtum Gottes“, in Gottes Nähe. Da geht ihm ein Licht auf. Er nimmt wahr, wie schlüpfrig der Grund ist, auf dem die Gottfernen stehen, wie schnell ihre Glückssträhne reißen kann. Vor allem erkennt er, welch einen festen Grund er in seinem Leben hat. So nimmt er zum Schluss seines Gebetes das „Ich aber“ des Anfangs wieder auf:
    „Ich aber - Gott nahe zu sein ist mein Glück.“

    Ein Zweifaches klingt darin an: „Gott ist mir nahe“ - und: „Ich bin Gott nahe“. Diesen Zweiklang finden wir auch in der Grafik Stefanie Bahlingers.

    Gott ist mir nahe
    Kann ich Gottes Nähe überhaupt aushalten? Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, würde doch kein Mensch überleben! Nur wenige durften sich ihm stellvertretend nähern, wie etwa der Hohepriester im Allerheiligsten. Für die Nähe Gottes zu uns Menschen wählt die Künstlerin das Bild von der Weinrebe.
    Die saftigen Trauben in der Bildmitte gehören zu einem Weinstock, dessen Zweig sich waagerecht über die obere Bildhälfte erstreckt. Sie hängen an ihm, sind mit ihm und untereinander verbunden. Aufgefangen und gehalten in einem durchsichtigen Kelch. Ganz stark erinnert das an Jesu Worte: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15,5). In Jesus hat Gott selbst die unmittelbare Nähe zu sich hergestellt. Ein feiner Längsbalken zieht sich senkrecht nach unten durch den Zweig und bildet so mit ihm ein Kreuz. Jesu Leiden und Sterben wird durch die Blutstropfen entlang des Längsbalkens angedeutet. Warmes Licht strahlt in Richtung Kelch von dem Kreuz ab. Ein Bild voller Energie und Lebendigkeit!
    An der Stelle, an der sich Kreuz und Kelchrand berühren, springt ein leuchtender Funke über. Sein weißes Licht umgibt den Kelch, breitet sich in ihm aus und korrespondiert mit der hellen Sonne rechts oben.

    Ich bin Gott nahe
    Am dunkelsten ist die Grafik unten links in der Diagonale zur Sonne. Allerdings leuchtet auch hier rötliche Farbe auf. Der Psalmbeter macht die Erfahrung und muss vor Gott eingestehen: „Ja, wer dir fern ist, geht zugrunde“.
    So hängt der Wert seines ganzen Lebens und Schaffens davon ab, ob er in Gottes Nähe bleibt. In Gottes Nähe erkennt er, was wirklich zählt. Nichts auf der Erde oder im Himmel kann für ihn die Nähe zu Gott aufwiegen. Sie ist gut für ihn, sie ist seine Freude, sie ist sein Glück.

    Was ist gut für mich,
    was ist meine Freude, was ist mein Glück?

    Fällt mir da zuerst die Nähe Gottes ein?
    Oder nicht vielmehr meine Familie oder Erfolg im Beruf? Sind es meine Freunde, atemberaubende Momente im Urlaub, die mich glücklich machen? Oder meine Gesundheit und finanzielle Unabhängigkeit? - Alles nicht verwerflich! All das darf ich genießen! Allerdings kann es zwischen Gott und mir stehen, wenn das mein einziger Wert ist. Letzten Halt vermögen sie mir nicht zu geben. Es sind Geschenke auf Zeit. Das ist mir mal mehr, mal weniger bewusst. Ganz nah bei Gott zu bleiben, schaffe ich nicht von mir aus. Auch nicht der Psalmbeter. Wohl sagt er: „Ich aber bleibe immer bei dir“, doch schließt er sogleich an: „…du hältst mich an meiner Rechten. Du leitest mich nach deinem Ratschluss und nimmst mich am Ende auf in Herrlichkeit.“

    Außerhalb des Kelchs sind angedeutete Kreise und Flächen. Die Kreise können Trauben sein, die von der Rebe abgefallen sind. Einer der Kreise links unten ist mit einer Zahl versehen – so können es auch Geldstücke – und Scheine sein. Sind es Perlen oder Kugeln, gar Lottokugeln? Jedenfalls steht das Kreuz mitten darin. Sein heller Schein fällt auch auf sie. Allerdings können sie keinen letzten Halt bieten. Sie scheinen im Raum zu schweben – wie Seifenblasen zu zerplatzen oder nach unten durchzufallen – zusammen mit denen, die ihr Herz an sie hängen, ihr Leben nach ihnen ausrichten.

    Gott nahe zu sein ist mein Glück
    In ganz besonderer Weise passiert diese Nähe im Abendmahl. In der Grafik schimmert beim genauen Hinsehen Wein im Kelch, durch den von oben her helles Licht fällt. Der Kelch steht auf einem schemenhaften Fuß, durch den der Wein nach unten durchzufließen scheint. Das Blut am Kreuz spiegelt sich in dem Wein im Kelch wider. Jesus lädt mich ein an seinen Tisch. Dass er für mich ist, wird mir im Abendmahl persönlich zugesprochen. In Brot und Wein ist er mir ganz nahe, darf ich ihn, seine Freundlichkeit und Güte schmecken. Wie beim Psalmbeter im Heiligtum, so kann diese Nähe auch bei mir eine erstaunliche Verwandlung bewirken. Indem ich entdecke, dass ich nicht allein bin mit meinem Fragen und meiner Verzweiflung, mit meinem Versagen und meiner Schuld. Er schenkt mir, soviel ich brauche. Er begegnet mir auch in Menschen an meiner Seite. Bei ihm komme ich nicht zu kurz. Auch wenn ich mich immer wieder von Gott entferne, oft ohne es zu merken, bleibt er mir doch nahe. Das ist mein Glück!

    Das Kreuz weist hin auf die strahlende Sonne, die wie eine Perle aus der Ewigkeit herein leuchtet. Dahin, in seine unmittelbare Nähe, lädt Gott mich ein. Da ist vollkommenes Glück!

    Text: Renate Karnstein

    Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de

    Die Auslegungstexte finden Sie unter: www.jahreslosung.eu

Arbeitseinsatz im Kindergarten - Vorbereitungen für die Arche Noah

Herbstliche Abendstimmung

26.10.2013 Feuerwehrübung im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus

12.10.2013 Jugendevangelisation - Ich glaub´s im Vereinshaus

Kirchenjubiläum und Investitur

175-jähriges Kirchenjubiläum und Investitur in Harthausen am 5. und 6. Oktober 2013

 

Feste müssen bekanntlich gefeiert werden, wie sie fallen. In Harthausen fallen gleich zwei Feste zusammen und so gibt es am Festwochenende vom 5. und 6. Oktober 2013 in der kleinsten der 5 Fildergemeinden einen zweifachen Anlass zum Feiern:

Zum einen begeht die evangelische Kirchengemeinde das 175-jährige Bestehen ihrer schmucken und geliebten Kirche und zum anderen wird Pfarrer Holger Hörnle am Festsonntag in sein neues Amt eingesetzt.

Für die evangelische Gemeinde geht damit eine über ein Jahr dauernde Vakatur zu Ende – noch ein Grund zum Feiern. Dank der engagierten Arbeit des Kirchengemeinderates und der tatkräftigen Unterstützung durch den Nachbarpfarrer aus Bonlanden, Dr. Schnabel, konnte in diesem zurückliegenden pfarrerlosen Jahr aber nicht nur der „Gemeindebetrieb“ am Laufen gehalten werden, es konnte auch das Kirchenjubiläum vorbereitet und die verwaiste Pfarrstelle neu besetzt werden. Herzlichen Glückwunsch.

Und die Glückwünsche gehen weiter: denn die „noch gar nicht so alte“, aber dennoch ehrwürdige Kirche inmitten des Fleckens wird dazu 175 Jahre alt. Nach einer nur einjährigen Bauzeit – viel ist von den Harthäusern schon damals in Eigenleistung gemacht worden – konnte das Bauwerk am 7. Oktober 1838 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Und seither lädt das Gotteshaus Sonntag für Sonntag mit dem Lockruf der Glocken ein, den Alltag heilsam zu unterbrechen und auf Gottes Wort zu hören. Der kräftige Gemeindegesang, die neue Orgel und der vortreffliche Posaunenchor lassen das Herz dabei höherschlagen. Paul Gerhardt hätte sicher seine Freude dabei gehabt.

Bevor die Harthäuser allerdings in ihre eigene Kirche gehen konnten, wurde ihnen – insbesondere im Winterhalbjahr – ein schwerer Kirchgang zugemutet. Als sogenannte „Filialisten“ waren sie zunächst der Gemeinde in Plattenhardt und danach der Untersielminger zugeordnet. Und von dort waren immer wieder Klagen zu vernehmen, ob des mangelhaften Gottesdienstbesuches. Aber dies läge nach Aussage der Harthäuser nicht an ihrer Hartherzigkeit oder gar Bosheit, nein es läge einzig und allein am unzumutbaren Weg. Bei entsprechender Witterung sei es ein „Dreckweg“ und bei Schnee und Eis sei er für Frauen und Kinder – aber insbesondere für die Täuflinge – einfach unzumutbar. In Harthausen war man sich jedenfalls einig: so kann das nicht weiter gehen. Der Mitte des 19. Jahrhunderts ebenfalls notwendige Bau eines Rathauses und eines Schulhauses wurde einvernehmlich hinten an gestellt, um alle Kräfte und Finanzen auf den sehnlichsten Wunsch zu konzentrieren: eine eigene Kirche.

Der erste Teil des Jubiläumfestaktes, der am Samstag, 5. Oktober um 18.30 Uhr in der Festhalle der Jahnschule beginnt und zu dem alle herzlich eingeladen sind, wird sich eben dieser Anfangsgeschichte der Harthäuser Kirche widmen. Eugen Schweizer, ein echter Kenner der hiesigen Kirchengeschichte, wird uns mit auf diese Zeitreise nehmen, ehe der Blick in die Zukunft gerichtet wird. Detlef Krause, der Direktor der Liebenzeller Mission, wird in seinem Kurzreferat nach der Zukunftsfähigkeit der Kirche fragen. Im Anschluss wird bei einem Ständerling Gelegenheit sein, über den Rückblick und den Ausblick ins Gespräch zu kommen.

Und am Sonntag, dem 6. Oktober, geht das Fest weiter. Pfarrer Holger Hörnle wird in einem Festgottesdienst, Beginn um 10.00 Uhr, in sein neues Amt eingesetzt, nachdem er seit Anfang September seinen Dienst als Seelsorger in der Gemeinde aufgenommen hat.

Festakt zum Jubiläum in der Jahnhalle

Festgottesdienst mit Investitur

Empfang im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus

Jahreslosung 2013

  • add Auslegung der Jahreslosung

    Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

    (Hebräer 13,14)

     

    Auslegung zur Jahreslosung 2013 durch den Verlag am Birnbach:

    Viele sind auf der Suche nach Heimat. Nicht nur Menschen, die auf der Flucht sind oder im Exil leben. Heimat ist mehr als ein Ort, in dem wir die Kindheit verbracht haben. Heimat ist ein Ort der Sehnsucht nach Unversehrtheit und Geborgenheit. An diesem Ort weiß ich: Hier gehöre ich hin. Hier will ich bleiben.

    Gibt es diesen Ort? Oder ist er eine Utopie, die wir nur träumen können, bestenfalls in wenigen Momenten unseres Lebens erahnen?
    „Wir haben hier keine bleibende Stadt“ – dieser Aussage kann ich zustimmen. Doch wie gehe ich damit um? Welche Konsequenzen hat es für mein Leben, dass nichts, was mich umgibt, Bestand hat? Dabei geht es um weit mehr als das Dach über meinem Kopf. Es geht um alles, was mein Leben hier ausmacht: meine Familie, meine Freundschaften, mein Engagement in Beruf und Ehrenamt – meine Erkenntnisse, mein Lebenskonzept, vielleicht sogar um meinen Glauben. Ist mein Leben nur Durchgangsstation, die es zu überwinden gilt? Gemäß dem Motto: nur das Ankommen am Ziel zählt.
    Nein! – Mein Leben hier auf dieser Erde hat Qualität und Lebenswert an sich. Schaffe ich es, den Augenblick zu leben und zu genießen trotz der Erkenntnis: Hier kann ich nicht bleiben – ich bin nur Gast? Meine Heimat, meine „Bleibe“ ist mehr als das, was mich umgibt und mir so wichtig scheint.

    Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

    Wieder eine der vielen Vertröstungen, die die Bibel für mich parat hat, wenn mir mein Leben Mühe macht? Meine Heimat ist im Himmel, liegt also fern von hier. Außerhalb von Raum und Zeit im himmlischen Jerusalem. Das nicht als Vertröstung sondern als Trost zu verstehen, ist eine Herausforderung, der ich mich immer wieder neu stellen muss. Wenn ich Gefahr laufe, das Leben nur einseitig unter dem Aspekt der Vergänglichkeit und Vorläufigkeit zu sehen. Dann versäume ich die vielfältigen Gestaltungsräume, die Gott mir eröffnen will. Oder wenn für mich nur das zählt, was ich auf dieser Erde erreiche, und allein bei mir die Verantwortung für das Gelingen meines Lebens liegt. So werde ich frei von dem Druck, mein Leben perfekt meistern zu müssen, alles im Hier und Jetzt geregelt zu bekommen.

    Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

    Ein Sehnsuchtswort! Suchen meint hier ein ganzheitliches Hinwenden, Ausrichten nach ewig Beständigem. Dabei helfen mir Fragen wie: Woran orientiere ich mich? Wie tragfähig ist mein „Lebenshaus“ und wie kann es lebendig bleiben? Letztlich geht es um Hingabe an Gott. Von ihm allein bezeugt die Bibel, dass er „bleibend“ ist. Glauben heißt, mit Gott unterwegs zu sein, immer wieder neu aufzubrechen mit und zu ihm.
    Wie schon Israel, das wandernde Gottesvolk. Es hatte kein festes Dach über dem Kopf, lebte in Zelten. Auf der Suche nach dem gelobten Land kam es auf vielen Um– und Abwegen schließlich in Kanaan an. Selbst nachdem Salomo dort ein Haus für Gott errichtet hatte, war es wieder nur an einem vorläufigen Ziel. Es folgten Verschleppung und Exil und wieder die Sehnsucht nach Jerusalem! Nach der Rückführung musste das Volk auch noch erleben, wie der Tempel zerstört wurde.
    „Diese alle sind gestorben und haben das Verheißene nicht erlangt, sondern nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind. Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.“
    So fasst der Schreiber des Hebräerbriefes die Erfahrungen des Volkes Gottes im Alten Bund zusammen.

    Auch wir sind Gäste.
    Eigentlich bin ich gerne Gast. Das kann heißen: Ein anderer sorgt für mich. Ja, ich darf mich verwöhnen lassen, muss mich um nichts kümmern. In der Wüste flossen zwar noch nicht Milch und Honig, doch war alles zur Genüge da, was das Volk brauchte. Weil Gott mit ihm war.
    Der Bleibende, der Ewige macht sich auf den Weg mit und zu uns vergänglichen Menschen. In Jesus kommt er hinein in eine Welt, die ihn nicht wirklich sucht und vermisst. Von ihm bezeugt der Verfasser des Hebräerbriefes: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“. Er nimmt Wohnung bei mir und gibt meinem Leben schon jetzt eine neue Qualität. Mit ihm darf ich an Gottes Reich bauen. So berührt die Ewigkeit meine Zeit.
    Da tut sich ein weiter Raum auf. Die Grafik von Stefanie Bahlinger lässt ihn hinter und über den beiden Türmen erahnen. Wie hinter einer Burg liegen die kleinen Häuser in ihrem Schutz. Die Türme sind keine bedrohliche Festung, sondern offen: zwei Tore gewähren einen Blick hindurch, erinnern an das Goldene Tor in Jerusalem, durch das der Messias kommen soll. Ein durchaus fröhliches Bild, wären da nicht die herumliegenden Steine am unteren Bildrand. Sie erinnern mich daran, dass mein Lebenshaus nicht sicher ist. Es ist einsturzgefährdet. Ob die kleine und die große Burg auch ein Bild für meinen Glauben sind? Er bewahrt mein Lebenshaus vor mancher Gefahr, doch auch er kann bröckeln. Wenn er mir den Blick für das Wesentliche verstellt, muss das nicht schlimm sein. Mein Glaube muss offen bleiben für die Wirklichkeit „dahinter“: für Gottes ewiges Reich. Dann kann der Blick auf die herabstürzenden Steine auch befreiend sein, weil all meinem Tun und Glauben das Prädikat „zerbrechlich und vorläufig“ anhaftet.
    Das Kreuz lädt mich immer wieder ein, den Blick „dahinter“ zu wagen. Mit zarten Strichen in der Bildmitte gezeichnet, wirkt es fast schwebend. Es steht sozusagen quer, ist die Verbindung von meiner Welt zum himmlischen Jerusalem: schemenhaft sehe ich eine Stadt in helles Licht getaucht, das nach oben hin golden abstrahlt. Über dem großen Turm erhebt sich in gleißendem Licht eine Art Krone mit großer Perle: Das himmlische Jerusalem, die Stadt Gottes, in der es kein Dunkel, keine Schuld, kein Leid, keinen Tod mehr gibt! - Noch lebe ich in einer unheilen Welt, die die weiteren Kreuze andeuten. Die Wörter am unteren Bildrand mögen Versuche sein, die vielen Fragen nach dem „Warum“ zu beantworten. Der violette Farbton erinnert daran, dass Schuld und Zerstörung nicht das letzte Wort haben, sondern jederzeit Umkehr möglich ist. So scheinen sich die großen und kleinen, dicht aneinander gedrängten Häuser nach dem Licht auszurichten. Erdiges Grün schimmert durch ihre Mauern, findet sich verstärkt am linken Bildrand und zieht sich nach oben hin zum Licht. „Aus Erde sind wir gemacht“ – allerdings mit dem Prädikat „von Gott geliebt und zu ewigem Leben bestimmt“. – Vielleicht deshalb die strahlend roten Dächer?

    Wenn ich bei ihm sein werde, werde ich nichts mehr fragen müssen, dann ist alles klar. Dann bin ich angekommen. Daheim.

    Doch schon hier bin ich eingeladen, in der Gegenwart Gottes zu leben, immer mit der Sehnsucht im Herzen:
    „Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell hinein, dass uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine, selge Ewigkeit!“
    EG 680 

    Text: Renate Karnstein 

    Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de

    Die Auslegungstexte finden Sie unter: www.jahreslosung.eu